Pflanzliche Hormone – sanfte Unterstützung für die Wechseljahre
Wechseljahre bedeuten Umstellung – nicht Stillstand. Und nicht jede Frau will oder braucht gleich bioidentische Hormone.
Manchmal reicht ein sanftes „Coaching-Team“ aus der Natur, das deinem Körper hilft, sich selbst besser zu regulieren.
Pflanzliche Präparate führen allerdings keine echten Hormone zu. Sie geben den Drüsen und Rezeptoren feine Impulse – damit der Körper wieder in Balance kommt.
Hier sind die wichtigsten pflanzlichen Helferinnen und ihre Wirkweise:
Die Progesteron-Flüsterer – Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Mönchspfeffer kommuniziert direkt zwischen Gehirn und Eierstöcken.
• Wirkung: Senkt den Prolaktinspiegel.
Das unterstützt den Eisprung und den Gelbkörper.
• Ziel: Längeres Wirken des Progesterons, weniger PMS-Symptome, weniger Brustspannen.
Kurz: Dein sanfter Assistent, wenn der Progesteronspiegel schwankt.
Die Östrogen-Kopien – Phytoöstrogene (Rotklee, Sojaisoflavone, Leinsamen)
Diese Pflanzen enthalten Stoffe, die dem menschlichen Östrogen chemisch ähneln.
• Wirkung: Setzen sich auf die Östrogen-Rezeptoren, wirken aber deutlich schwächer (100–1000x).
• Ziel: Leichte Auffüllung bei Östrogenmangel, z. B. gegen milde Hitzewallungen
Kurz: Sanfte Unterstützung, wenn der Östrogenspiegel beginnt zu schwanken.
Der Hitzekiller – Traubensilberkerze (Cimicifuga)
Ein Klassiker bei Hitzewallungen.
• Wirkung: Reguliert das Temperaturzentrum im Gehirn und die Neurotransmitter wie Serotonin.
• Ziel: Beruhigt das vegetative Nervensystem, wenn das Östrogen Achterbahn fährt.
Kurz: Hilft, die nächtlichen Schweißausbrüche und Hitzewallungen sanft zu mildern.
Die Seelenschmeichler – Frauenmantel & Johanniskraut
• Frauenmantel: Tee oder Tropfen, sanft progesteronähnlich, unterstützt die Gebärmutterschleimhaut.
• Johanniskraut: Hilft bei Stimmungsschwankungen, die durch hormonelle Veränderungen entstehen.
Kurz: Bringt Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht.
Geduld ist der Schlüssel
Pflanzliche Präparate brauchen Zeit: 4–12 Wochen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten.
Sie sind perfekt für den sanften Übergang.
Aber: Wenn die hormonelle Produktion um die 50 weitgehend stoppt, stoßen sie an ihre Grenzen.
Dann können bioidentische Hormone ergänzend sinnvoll sein.
Zusammengefasst
Pflanzliche Hormone sind:
• sanft
• natürlich
• ideal für die ersten Veränderungen in der Perimenopause
Sie können dir Kontrolle zurückgeben, ohne den Körper zu überfahren.
Und sie zeigen dir, dass die Wechseljahre kein Ende sind – sondern eine Chance, auf deinen Körper zu hören.
-Dieser Blog dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.-
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