Hormonumstellung um die 40: Wechseljahre verstehen & handeln!
Du funktionierst.
Im Beruf.
Im Haushalt.
In der Familie.
Du organisierst Termine, kümmerst dich um andere, hältst gefühlt 30 Bälle gleichzeitig in der Luft
Und gleichzeitig passiert etwas in dir:
• Deine Stimmung schwankt.
• Du schläfst schlechter.
• Deine Energie reicht nicht mehr durch den Tag.
• Du fühlst dich schneller überfordert.
Und du denkst vielleicht:
„Ich darf jetzt nicht schlappmachen.“
Aber was, wenn es kein persönliches Versagen ist?
Um die 45 beginnt oft die hormonelle Umstellung
Viele Frauen glauben, Wechseljahre beginnen erst mit Ende 50.
Fakt ist:
Die hormonelle Veränderung startet bei vielen bereits zwischen 40 und 45 Jahren.
Diese Phase nennt man Perimenopause.
Der Hormonhaushalt beginnt sich zu verändern – und du spürst das.
Neben Veränderungen im Menstruationszyklus können auftreten:
Und dann kommt oft der Gedanke:
„Dafür bin ich doch noch zu jung.“
Nein. Bist du nicht.
Jede Frau erlebt diese Phase anders
Manche spüren kaum etwas.
Andere fühlen sich, als würde ihr inneres System neu verkabelt.
Beides ist normal.
Was nicht normal ist:
Dass viele Frauen diese Veränderungen ignorieren, weil sie weiterhin funktionieren müssen.
Unsere Leistungsgesellschaft kennt keine hormonelle Umstellung.
Sie kennt nur Performance.
Doch dein Körper kennt sie.
Die gute Nachricht: Es gibt Lösungen
Und nein – du musst da nicht „einfach durch“.
Der erste Schritt ist Bewusstsein.
Verstehen, was passiert.
Einordnen, dass es hormonell erklärbar ist.
Und aufhören, alles auf Stress oder mangelnde Resilienz zu schieben.
Stressmanagement ist keine Wellness – sondern Biologie
Sinkt Progesteron, steigt die Stressanfälligkeit.
Schlaf wird fragiler.
Das Nervensystem reagiert empfindlicher.
Deshalb sind Entspannung, Achtsamkeit und klare Grenzen keine Lifestyle-Extras.
Sie sind hormonelle Stabilisierung.
Frage dich ehrlich:
Musst du wirklich 30 Bälle gleichzeitig in der Luft halten?
Oder reichen 20?
Diese Frage hat bei mir viel verändert.
Diagnostik ist entscheidend
Wenn Beschwerden zunehmen, ist es sinnvoll, sie ernst zu nehmen.
Nicht nur innerlich.
Auch medizinisch.
Ein Gespräch mit einer gut informierten Frauenärztin oder einem Frauenarzt kann Klarheit bringen.
Eine fundierte Diagnostik – inklusive Hormonstatus – kann helfen, individuelle Lösungen zu finden.
Wichtig: Nicht jede Ärztin und nicht jeder Arzt ist auf dem neuesten Stand in Bezug auf Wechseljahre. Hier lohnt es sich, gezielt nach Expertise zu suchen.
Bioidentische Hormonersatztherapie – eine Option
Ein Thema, das immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist die bioidentische Hormonersatztherapie.
Dabei werden Hormone in Form von Gels, Kapseln oder Pflaster eingesetzt, die in ihrer Struktur den körpereigenen Hormonen entsprechen.
Wichtig:
• Sie sind verschreibungspflichtig.
• Eine individuelle ärztliche Begleitung ist notwendig.
• Eine sorgfältige Diagnostik ist Voraussetzung.
Für viele Frauen kann diese Therapieform eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.
Für andere sind alternative Wege ausreichend.
Es gibt keine Einheitslösung.
Es gibt individuelle Entscheidungen.
Mein persönlicher Weg
Ich habe diese Phase selbst erlebt.
Die Stimmungsschwankungen.
Die Erschöpfung.
Die innere Unruhe.
Und auch die Frage:
„Was passiert hier gerade mit mir?“
Eine Freundin empfahl mir das Buch von Dr. Sheila de Liz:
Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre
Es hat mir geholfen, die Prozesse besser zu verstehen – fachlich fundiert, aber verständlich erklärt.
Danach habe ich gezielt nach einer Ärztin gesucht, die sich mit moderner Hormontherapie auskennt.
Heute – mit über 50 – fühle ich mich wieder stabiler.
Nicht perfekt.
Aber in Balance.
Was ich wirklich gelernt habe
Die Wechseljahre sind keine Schwächephase.
Sie sind eine Neujustierung.
Sie zwingen uns, hinzuschauen:
• Wo überfordere ich mich?
• Wo funktioniere ich nur noch?
• Wo darf ich reduzieren?
Vielleicht ist diese Lebensphase weniger ein Abbau –
sondern eine Einladung zur Selbstführung.
Fazit für Frauen 45+
Wenn du merkst, dass sich etwas verändert:
Ignoriere es nicht.
Schäme dich nicht.
Und halte nicht stur an alten Leistungsmaßstäben fest.
Informiere dich.
Hol dir Unterstützung.
Und erlaube dir, deine Spielregeln neu zu definieren.
Du bist nicht zu jung.
Du bist in einer Übergangsphase.
Und die darf bewusst gestaltet werden.